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Montag: 1.000 Lehrkräfte in NRW beteiligen sich am Warnstreik

streikRund 1.000 tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer haben zum Auftakt der Warnstreikwelle in NRW im Regierungsbezirk Düsseldorf ihre Arbeit niedergelegt und sich in die Streiklisten im Streiklokal eingetragen. An den vier Streikorten – Düsseldorf, Duisburg, Essen und Wuppertal – fanden breit getragene gewerkschaftliche Aktionen, solidarisch begleitet von nichtstreikenden Kolleginnen und Kollegen, statt.

Auf der Streikversammlung im Gewerkschaftshaus in der Landeshauptstadt Düsseldorf forderte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer unter dem Beifall der Streikenden: „Die öffentlichen Arbeitgeber müssen sich endlich bewegen. Ein Tarifvertrag muss her, der die Willkür beendet und einen Einstieg in eine gerechtere Entgeltordnung schafft.“ Tarifkräfte, die in der Sekundarstufe I unterrichteten, werden damit in NRW zwei Entgeltgruppen schlechter bezahlt als in anderen Bundesländern wie z.B. Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt.

An allen Streikorten war die Stimmung kämpferisch. In Duisburg führte ein Demozug mit 500 Teilnehmern, darunter auch Schulklassen, zum Heinrich-König-Platz in der Innenstadt. In Essen wurden die Streikenden auf ihrem Weg zu den Parteibüros von SPD und Grünen von einer Sambatruppe begleitet. Fantasievoll ging es auch in Wuppertal zu. Unter dem Motto „Aufbruch aus dem Mittelalter“ zogen die Streikenden mit einem historischen Pferdeplanwagen zum Streiklokal im Haus der Jugend, anschließend ging es „Mit Pauken und Trompeten“ durch die Barmer Innenstadt. Auch hier beteiligten sich ca. 500 Personen an der Aktion.

Die GEW fordert eine bessere Bezahlung für alle in Schule und Hochschule Beschäftigten. „Für alle“, so Schäfer, „die Tag für Tag ihren guten Job machen. Tarifbeschäftigte Lehrerinnen und Lehrer dürfen nicht länger Lehrkräfte zweiter Klassen sein!“

Die Forderung der Gewerkschaften nach Erhöhung der Tabellenentgelte um 5,5%, mindestens 175 EURO, für die Beschäftigten im Landesdienst sei mehr als berechtigt, es bestehe Nachholbedarf gegenüber der Einkommensentwicklung in der Privatwirtschaft, aber auch gegenüber den Beschäftigten beim Bund und bei den Kommunen.

Fortsetzung der Warnstreiks in NRW
Mittwoch, 4.3.: Regierungsbezirke Detmold und Köln
Streikstandorte: Bielefeld, Herford, Minden, Aachen, Köln, Bonn

Donnerstag, 5.3. : Regierungsbezirke Arnsberg und Münster
Streikstandorte: Gelsenkirchen, Münster, Dorsten, Bochum, Dortmund, Siegen, Unna

Weitere Informationen gibt es hier

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