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Teilhabegespräch

Laut den vom Innenministerium herausgegebenen Richtlinien zum SGB IX (→ Links & Downloads), die auch für Lehrkräfte gelten,

„sind die Vorgesetzten verpflichtet, sich über die Gesamtsituation ihrer schwerbehinderten Mitarbeiter zu unterrichten und mit ihnen ensprechende Einzelgespräche zu führen. Dadurch sollen sie in die Lage versetzt werden, die Bestrebungen der schwerbehinderten Menschen, ihre Dienstaufgaben wie alle anderen Mitarbeiter zu erfüllen, nach Kräften zu unterstützen und ihnen dabei die erforderlichen Hilfen zu geben“ (Richtlinien, Punkt 7.1)

Bild: pixabay

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In der Integrationsvereinbarung wird diese Verpflichtung mit Leben gefüllt und auch auf die Lehrkräfte mit einem GdB von 30 oder 40 ausgedehnt.

Die Schulleiterinnnen und Schulleiter werden verpflichtet, den Schwerbehinderten, Gleichgestellten und Lehrkräften mit einem GdB von 30 oder 40 mindestens einmal pro Schuljahr ein Gespräch über deren Arbeitssituation anzubieten. Die Gespräche sollten vor der Erstellung des Stundenplans geführt werden und eine Einzelfallprüfung bzgl. angemessener Fürsorgemaßnahmen ermöglichen. Dadurch sollen die Schulleiterinnen und Schulleiter in die Lage versetzt werden, die schwerbehinderten Lehrkräfte nach Kräften zu unterstützen und ihnen die dabei erforderlichen Hilfen zu geben (z.B. durch eine der Schwerbehinderung Rechnung tragende Stundenplangestaltung).

Es handelt sich also um ein Angebot, welches von der Lehrkraft auch abgelehnt werden kann, weil sie z.B. das Gespräch nicht für notwendig erachtet.

Die Schwerbehindertenvertretung unterstützt Sie bei der Vorbereitung des Teilhabegesprächs und wacht darüber, dass die Schulleiterinnen und Schulleiter die Gesprächangebote auch unterbreiten.

Die Gespräche sollen Präventionscharakter haben und sind nicht mit sog. Mitarbeiter- oder Zielvereinbarungsgesprächen zu verwechseln!

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