↑ Zurück zu Integration

Wiedereingliederung

Stufenweise Wiedereingliederung

StufenEine Lehrkraft, die längerfristig erkrankt war, hat Anspruch auf eine stufenweise Wiedereingliederung. Sie sollte in Absprache mit der Schwerbehindertenvertretung und unter Vorlage eines fachärztlichen Attestes die stufenweise Wiedereingliederung bei der Dienststelle auf dem Dienstweg beantragen. In der entsprechenden ärztlichen Bescheinigung, die dem Antrag beigefügt wird, sollten folgende Punkte enthalten sein:

  • Beschreibung des Gesundheitszustandes bzw. Diagnose,
  • Feststellung, dass die Leistungsfähigkeit vorübergehend eingeschränkt ist,
  • Entlastungsumfang in der Stundenhöhe und der Zeit bzw. Stufung,
  • Prognose, dass die Dienstfähigkeit nach der Wiedereingliederung wieder hergestellt sein wird.

In das ärztliche Attest können je nach Erkrankung auch Empfehlungen zum schwerpunktmäßigen Einsatz in den zu unterrichtenden Fächern und zur Verteilung der Stunden über die Woche gegeben werden. Dies kann z.B. wichtig sein, wenn noch während der Wiedereingliederung regelmäßig therapeutische Angebote wahrgenommen werden müssen oder wenn die Anfahrt noch eine starke Belastung darstellt und deshalb der unterrichtliche Einsatz auf wenige Tage beschränkt werden sollte.

Die Wiedereingliederung ist auf 6 Monate begrenzt. In begründeten Ausnahmefällen kann sie auf die Dauer von 12 Monaten ausgeweitet werden. Dies muss durch den Amtsarzt festgestellt weden.

Wichtig ist, dass die einzelnen Stufen auch während der Wiedereingliederung an den Genesungsprozess der/des Betroffenen in Rücksprache mit der Dienststelle angepaßt werden können. Wenn erkennbar ist, dass die Wiedereingliederung nach sechs Monaten nicht gelingt, sollte angesichts der z.T. langen Wartezeiten bei den Amtsärzten möglichst früh der Kontakt mit der Schwerbehindertenvertretung und der Dienststelle aufgenommen werden.

Beamtete Lehrkräfte erhalten während der stufenweisen Wiedereingliederung volle Bezüge, Angestellte nur Krankengeld. Besonders angestellte Lehrkräfte sollten möglichst frühzeitig Beratung durch die Schwerbehindertenvertretung in Anspruch nehmen, da hier das Verfahren u.a. aufgrund der Beteiligung der Krankenkasse komplizierter ist

Print Friendly

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://gew-aachen.de/sbv/integration/wiedereingliederung/