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Arbeitsplatz in Gefahr

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Gespräch nach § 84 Abs1 SGB IX (→ Links & Downloads) bei Gefährdung des Arbeitsplatzes

§ 84 Abs.1 SGB IX zur Prävention bezieht sich auf schwerbehinderte Beschäftigte und sieht beim „Eintreten von personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten im Arbeits- oder sonstigen Beschäftigungsverhältnis, die zur Gefährdung dieses Verhältnisses führen können“, die Einschaltung der Schwerbehindertenvertretung, der Personalvertretung sowie des Integrationsamtes durch den Arbeitgeber vor, um alle Hilfsmöglichkeiten zu erörtern, mit denen diese Schwierigkeiten beseitigt werden können, damit das Beschäftigungsverhältnis möglichst dauerhaft fortgesetzt werden kann.

Zu den personenbedingten Schwierigkeiten können gehören:

  1. körperliche Beeinträchtigungen (z. B. eine Arthrose bei einem Sportlehrer),
  2. psychische Beeinträchtigungen (z. B. Burn-out-Syndrom),
  3. Sinnesstörungen (Hör- oder Sehbehinderung),
  4. geistige Probleme (z.B. Konzentrations- oder Wortfindungsstörungen).

Verhaltensbedingte Schwierigkeiten können zum Beispiel in Form von Arbeitsverweigerung (z.B. Weigerung der Teilnahme an Konferenzen oder Teambesprechungen, Verweigerung der Korrektur von Klassenarbeiten) oder Störung des Betriebsfriedens (z.B. aktive Beteiligung an Mobbing-Handlungen, sexistische/rassistische Äußerungen) auftreten.

Betriebsbedingte Schwierigkeiten können zum Beispiel durch eine Schadstoffbelastung des Gebäudes, eine nicht behinderungsgerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes oder Mängel in der Schulorganisation (Stundenplan) ausgelöst werden.

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